Die Westprignitzer Kreisringbahn


Schlatbachbrücke km 43,148

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Zwischen den Bahnhöfen Gramzow (Prignitz) und Groß Buchholz querte die Ringbahn das heutige Naturschutzgebiet des Schlatbachtals.

Da der Geländeeinschnitt hier nur einige hundert Meter lang ist, wurde zur Vermeidung einer längeren Brücke ein Damm von bis zu 10 m (!) Höhe aufgeschüttet. Ein für norddeutsche Verhältnisse schon recht beachtliches Bauwerk! Zur Querung des Schlatbachs und eines kleinen Weges für den Viehumtrieb wurde eine Gewölbebrücke aus Stampfbeton mit einer lichten Weite von 16,80 m und einer lichten Höhe von ca. 6 m errichtet. Am Gewölbescheitel ergibt sich somit immer noch eine Überschüttung von ca. 4 m!

Die Schlatbachbrücke ist damit das größte Ingenieurbauwerk der ganzen Strecke.

Die Schlatbachbrücke auf einer Postkarte aus dem Jahre 1920 zeigt den Zustand wenige Jahre nach Betriebseröffnung. Noch ist der Damm bis auf einige Büsche frei von Bewuchs.

Obwohl die Kreisringbahn Mitte der achtziger Jahre schon längere Zeit stillgelegt war und es mit den Dampflokomotiven des Bw Wittenberge auch in meiner Heimat interessanteres zu fotografieren gab, begab ich mich jedoch einige Male auf Spurensuche, u. a. auch zu dieser Brücke. So kann ich heute beim Nachbau der Ringbahn auf etliche Fotos aus dem eigenen Archiv zurückgreifen…

 

Das Vorbild im Zustand von 1984.

Nach der Fertigstellung meines ersten Ringbahnmoduls, der Brücken bei Perlhof und dem Bau einiger Bogenmodule stand der Nachbau eines weiteren Originalstreckenteils an. Getreu dem Motto „nach der Ausstellung ist vor der Ausstellung“ suchte ich Anfang 2005 nach einem neuen Objekt. Der Bau eines weiteren Bahnhofs war für die kommende Modellbahnausstellung nicht unbedingt erforderlich und so stand nach einigen Überlegungen sehr schnell fest: es sollte wieder ein längeres Streckenteil werden!

Von den oben beschriebenen und für die Prignitz doch recht untypischen Geländeverhältnissen, einem hohen Bahndamm mit einer großen massiven Bogenbrücke, fasziniert, ging es an die Planung des Moduls „Schlatbachbrücke bei km 43,148“!

Die Rahmenteile des Modulkastens entstanden aus 9 mm Sperrholz. Die Stirnwände sind gelaserte Profile nach FREMO-Norm und wurden bei Harald Brosch gekauft. Die Geländeprofilierung erfolgte mittels Styrodurplatten, die in der gewünschten Stärke mit Holzleim übereinander geklebt werden. Sie lassen sich trotz hoher Festigkeit sehr gut bearbeiten.

Die Brücke wurde separat vorgefertigt und anschließend nur noch an der entsprechenden Stelle platziert. Den Abschluss bildete ein Überzug aus Spachtelmasse mit etwas Holzleim gemischt, der nach dem Trocknen mit Abtönfarbe erdbraun gestrichen wurde. Die Landschaftsgestaltung erfolgte mit handelsüblichen Gräsern und Matten, u.a. von Heki. Die Laub- und Nadelbäume sind im Eigenbau entstanden.

Im November 2005 fanden die ersten Probefahrten in Vorbereitung auf die jährliche Weihnachtsausstellung in der Wittenberger MITROPA statt. Hier wurde das Modul, zwar noch nicht hundertprozentig fertig, erstmals den Besuchern präsentiert.

Den nächsten Einsatz erlebte die Schlatbachbrücke beim FREMO-Treffen, das vom 08.04.-11.04.2006 in Braunlage im Harz stattfand. Hier war sie vorbildgerecht im Kleinbahnast eingebaut. Nachstehendes Foto wurde von Frank Nevoigt bei diesem Treffen aufgenommen und zeigt das Modul aus der Lokführerperspektive

Kleinbahnatmosphäre pur…